Woher der Name kommt
Zenon von Kition lehrte um 300 v. Chr. in Athen in einer bemalten Säulenhalle, der „Stoa poikile“. Nach ihr wurde die Schule benannt. Später wurde der Stoizismus in Rom populär – durch den Staatsmann Seneca, den ehemaligen Sklaven Epiktet und den Kaiser Marcus Aurelius.
Der wichtigste Gedanke
Epiktet beginnt sein „Handbüchlein“ mit einer Unterscheidung: Manches liegt in unserer Macht – unsere Urteile, Absichten und Handlungen –, anderes nicht, etwa Besitz, Ruf oder die Meinung anderer. Wer seine Energie auf das Erste richtet, wird gelassener gegenüber dem Zweiten.
Die vier Tugenden
Die Stoiker sahen das gute Leben in der Tugend. Traditionell werden vier Kardinaltugenden genannt:
- Weisheit – erkennen, was gut ist
- Gerechtigkeit – andere fair behandeln
- Tapferkeit – Schwierigem begegnen
- Mäßigung – Maß halten
Stoizismus heute
Stoizismus bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben. Es geht darum, Urteile zu prüfen und sich auf das zu konzentrieren, was man beeinflussen kann. Viele lesen die Stoiker heute als praktische Anleitung für den Alltag.